Hier lernt man helfen.
Einen besonderen Stellenwert nimmt die interne und externe Aus- und Fortbildung beim Weißen Kreuz ein.
Ein Team von zehn Angestellten und über hundert freien Mitarbeitenden, bestehend aus Sanitätern, Krankenpflegern und Ärzten stehen für die Wissensvermittlung in den Bereichen Erste Hilfe, Kindernotfälle und die Fachausbildung „Rettungsdienst“ zu Verfügung.
Das ganze Jahr über werden den unterschiedlichsten Zielgruppen Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen angeboten. Die zwei Hauptarbeitsbereiche des Referats Ausbildung sind:
Die Weiß-Kreuz-interne Ausbildung ist die Schulung und Fortbildung der im Krankentransport und Rettungsdienst tätigen Mitarbeitenden und die Breitenausbildung bzw. WK-externe Ausbildung hat ihren Schwerpunkt bei den Erste-Hilfe-Schulungen für die Gesamtbevölkerung und die Mitglieder des WK sowie im Rahmen der Arbeitssicherheit. Unsere Breitenausbildung hat ein didaktisches und praktisches Ziel: Die Erste-Hilfe-Ausbildung führt aufgrund der erworbenen höheren Kompetenz in Notsituationen zur erfolgreichen Hilfeleistung.
Das Multiplikatorenprojekt an den Schulen, in dessen Rahmen Lehrpersonen für das Abhalten von Erste-Hilfe-Kursen befähigt werden, hat Früchte getragen. Diese Multiplikatoren führten bereits mehrere Kurse in den Schulen durch.
Besonders erfreulich ist, dass die Lebensrettenden Sofortmassnahmen bei Kindern und Kleinkindern nunmehr einen festen Bestandteil in der Ausbildungstätigkeit darstellen (siehe PBLS-Kurse). So konnten in Zusammenarbeit mit der Dienststelle für Gesundheitserziehung des deutschen Schulamtes 40 Kindernotfallkurse angeboten werden, die ErzieherInnen und Eltern gemeinsam besuchten. Wir glauben, mit diesem Ansatz und unserer Arbeit maßgebend zur Optimierung der Rettungskette in Südtirol beizutragen.
Im Rahmen der internen Aus- und Fortbildungstätigkeit wurde erstmals eine neue Auflage der Rettungssanitäterausbildung angeboten. Der Gesamtausbildungsumfang für die Rettungssanitäterausbildung beträgt nunmehr rund 750 Stunden, 230 Stunden mehr als bisher. Alle Ausbildungsstufen (A, B und C) wurden mit Beschluss der Landesregierung Ende 2004 offiziell anerkannt.
Im Jahr 2007 bildeten Ausbilder- und TrainerInnen des Weißen Kreuzes insgesamt 17.177 Teilnehmer aus. Insgesamt wurden 1271 Aus- und Fortbildungsveranstaltungen.
Die neue Generation der halbautomatischen AED-Geräte ist in allen Sektionen verfügbar. Die Geräte erhöhen die Erfolgschancen eines Einsatzes beim plötzlichen Herz-Tod, da sie auch nicht-ärztliches Personal bedienen kann. Dieses Leben rettende Projekt konnte durch die Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse und des Sonderfonds für die ehrenamtliche Tätigkeit umgesetzt werden.
Der Abteilung Aus- und Weiterbildung des Weißen Kreuzes wurde neulich das Qualitätszertifikat nach ISO 9001 - 2000 überreicht. Das ist ein weiterer Meilenstein in Richtung bessere Qualität der Dienstleistungen des Landesrettungsvereins.
Seit 2007 betreiben wir einen eigenständigen Simulationszentrum, dazu werden hochmoderne Simulatoren mit Audio und Video Aufzeichnung verwendet, um die Trainings sehr realitätsnah darzustellen. Die Instruktoren werden von dem Simulationszentrum der Universität Tübingen konstant weitergebildet.