Am 10. April früh waren die Freiwilligen des Betreuungszuges und der Notfall-seelsorge in Bozen gestartet, um schon am gleichen Tag den Erdbebenge-schädigten der Stadtteils Sant’Elia von L’Aquila helfen zu können.
Die beiden Gruppen, der Betreuungszug des Landesrettungsrettungsvereins Weißes Kreuz im Zivilschutz und die Freiwilligen der Notfallseelsorge setzen sich aus mehreren Männern und Frauen zusammen.
In der ersten Woche konnte der Betreuungszug 34 Freiwillige mobilisieren, die zusammen mit einer Gruppe aus dem Friaul ein Zeltlager in drei, vier Kilometer Entfernung vom Zentrum L’Aquilas für rund 600 Leute organisierte. Jetzt stellt es für rund 900 Erdbebenopfer und die Einsatzkräfte dreimal am Tag warme Mahlzeiten bereit. Dafür sind die Männer bestens mit mobilen Küchen, Abspülwägen usw. ausgerüstet. In der zweiten Einsatzwoche waren elf Freiwillige aktiv, der nächste, dritte Turnus beginnt am 24. April. Jeden Mittwoch ist Lagebesprechung, aber solange Not am Mann ist, versuchen die Südtiroler tatkräftig zu helfen. Das Lager hat bereits eine Auszeichnung als sehr gut funktionierendes Erdbebenlager erhalten. Geplant ist die schrittweise Übergabe des gesamten Lagers an die lokale Bevölkerung.
Vier bis sechs ausgebildeten Freiwilligen der Notfallseelsorge sind auch dort und versuchen den Leuten mit Trost und Hoffnung beizustehen. Sie werden von zwei Psychologinnen des Landesnotfalldienstes unterstützt, die gerade versuchen einen Zelt-Kindergarten zu organisieren.
Beide Gruppen gehören dem Südtiroler Hilfeteam des Landes an, an welchem auch die Freiwillige Feuerwehr, die bereits heimgekehrte Berufsfeuerwehr, das Italienische Rote Kreuz Südtirol, die Bergrettung im AVS, die Catores (Grödner Bergführer), die CNSAS (Bergretter im CAI), die GOER (Verein der Radioamateure) und die Notfallpsychologen teilnehmen (Näheres: www.provinz.bz.it).
Wer die rund 2.300 Freiwilligen im Weißen Kreuz unterstützen will, findet dafür auf dieser Internetseite einige Möglichkeiten.-pp-