Das Faltblatt „Umgang mit hörgeschädigten Personen“ arbeiteten die Jugendlichen und der Elternverband gemeinsam aus. Es gibt Mitarbeitern des Rettungsdienstes klare Informationen, wie sie am besten mit hörgeschädigten Patienten umgehen.
Ein zweites Faltblatt richtet sich an Ärzte und Krankenpfleger.
„Das größte Problem ist natürlich die Kommunikation“, sagt Claudia Mulser vom EhK.
„Hörgeschädigte müssen von den Lippen ablesen, daher müssen sie die Mundregion ihres Gegenüber sehen. Man sollte sie in
Hochdeutsch ansprechen: Die wenigsten von ihnen können nämlich den Südtiroler Dialekt vom Mund ablesen“, sagt Mulser. Die Gebärdensprache ist für Hörende schwer zu lernen.
Dies erläuterten die Gehörlosen und die EhK-Vertreter den Ausbildern des Weißen Kreuzes bei einem Erste-Hilfe-Kurs. Die Gehörlosen lernten die Grundlagen der Ersten Hilfe, die hörenden Retter übten die Kommunikation mit Gehörlosen.
Geplant sind zudem weitere gemeinsame Aktionen zwischen den gehörlosen Jugendlichen und den Mitgliedern der Weiß-Kreuz-Jugend. So kommen sich beide Jugendgruppen bei einem gemeinsamen Treffen noch einen Schritt näher. Dabei sollen sie die verschiedenen Probleme und Hürden beim Kommunizieren und Retten hautnah spüren, indem sie bei simulierten Notsituationen in die Rolle des Anderen zu schlüpfen.
Einen Berührungspunkt gibt es bereits. Philipp Pernter ist gehörlos und bereits seit zwei Jahren aktiv bei der Weiß-Kreuz-Jugend.
Infos und das Faltblatt gibt es beim EhK, Latemarstraße 8 in Bozen, Rufnummer
0471 97 44 31 oder
http://www.ehk.it info@ehk.it. -pp-