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Das Projekt „Mini Anne“ soll 20.500 Südtiroler Schüler/-innen der 1. und 2. Klasse Mittelschule im Schulunterricht die Wiederbelebung vermitteln. Das Projekt wird zur einen Hälfte aus den Einnahmen der Fünf-Promille-Aktionen des Landesrettungsvereins finanziert, zur anderen vom Ressort für Familie, Gesundheit und Soziales und wird von den drei Südtiroler Landeschulämtern mitgetragen.
Nach den ersten gemeinsamen Übungen in der Schule kann der Schüler das gesamte zweisprachig verfasste Übungsset „Mini Anne“ mit der Puppe Mini Anne und den Gebrauchsanweisungen auf der DVD mit nach Hause nehmen. Dort kann er zusammen mit seinen Freunden, Eltern und Bekannten weiterüben. Primar Georg Rammlmair, Präsident des Weißen Kreuzes, legt allen ans Herz: „Nur das wiederholte Üben führt zum richtigem Verhalten im Notfall. Denn im Notfall muss man alle Maßnahmen aus dem Effeff beherrschen, um in der Aufregung des Moments das Richtige zu tun. Diese Aktion hat das Ziel, mehr Leben zu retten.“
Das Projekt erstreckt sich über fünf Jahre. Bis Mitte Dezember 2009 schult das Weiße Kreuz die Mittelschullehrer, gleich nach Weihnachten startet das Projekt in den Klassenzimmern. Jedes Jahr werden 4.100 Schüler unterrichtet.
Eine quantitative und qualitative Begleituntersuchung soll prüfen, ob die Kleinen nach einem Jahr noch wissen, wie wiederbelebt wird. Prof. Dr. med. Uwe Kreimeier, Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie am Klinikum Innenstadt der LMU München, und seine Mitarbeitenden werden diese begleitende Studie betreuen. Die Mehrzahl der norwegischen Kinder jedenfalls wusste nach einem Jahr genau wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert. Und wir alle wissen: Früh Erlerntes bleibt das ganze Leben wach, man denke da nur an die Sprachen. Das Üben an den Mini-Anne-Puppen in der Schule wurde in vielen europäischen Ländern eingeführt und hat zu sehr guten Ergebnissen geführt. Dazu liegen auch erfreuliche Untersuchungsergebnisse vor. Das Südtiroler Projekt, das sich stark an das dänische Schulprojekt anlehnt, will den dort erzielten Multiplikatoreneffekt nutzen. Auch in den USA und in Polen wurden ähnliche Projekte durchgeführt, im italienischen Como etwa für Familienangehörige von Herzkranken.
Es ist und war schon immer ein starkes Anliegen des Landesrettungsvereins, allen Südtiroler/-innen die wichtigsten Lebensrettungsmaßnahmen zu vermitteln. Das Weiße Kreuz hat das mit seinen Erste-Hilfe-Anwendungen, die jede/r von unserer Plattform www.erste-hilfe-plattform.info auf sein Handy oder iPhone herunterladen kann, seit Jahren vorgemacht. Inzwischen erfreuen sich 250.000 Menschen weltweit der Anwendungen des Landesrettungsvereins.
Das Weiße Kreuz wünscht allen, die die Wiederbelebung lernen wollen und sich für das Projekt einsetzen, viel Spaß mit Mini Anne. -pp-
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