Der Landesrettungsverein Weißes Kreuz hatte vor ungefähr einem Jahr den deutsch-, italienisch- und englischsprachigen iPhone-Nutzern eine neue Erste-Hilfe-Anwendung zugänglich gemacht. Nun haben über 300.000 Menschen weltweit diese Anwendung aus dem AppStore heruntergeladen.

Mit diesen Anwendungen für Erwachsene, Kinder und Säuglinge wird ein kleiner Beitrag geleistet, die Kenntnisse in Erster Hilfe für jedermann zu vergegenwärtigen und sie damit auch zu vertiefen. Je mehr Menschen die Erste Hilfe beherrschen, desto eher werden sie im Notfall in der Lage sein, dem Verunglückten wirklich zu helfen.
Die Erste-Hilfe-Anwendungen für das trendige iPhone sind auf Deutsch, Italienisch und Englisch verfügbar, kostenlos die für Erwachsene, gegen eine geringe Gebühr die anderen. Durchschnittlich wird diese Anwendung letzthin rund hundert Mal täglich heruntergeladen. Besonders in Italien, wo es wenig vergleichbare Anbieter solcher Anwendungen gibt, ist die Anwendung in der Kategorie "Salute e benessere" (Gesundheit und Wohlbefinden) seit Monaten auf Platz 1 – das heißt sie wurde unter den Anwendungen des Gesundheitsbereichs, die meist eine praktischen Wert haben, am häufigsten heruntergeladen.
Die Anwendungen werden über die Fünf-Promille-Zweckbestimmungen der Südtiroler Steuerzahler an das Weiße Kreuz finanziert.
Die Erste-Hilfe-Anwendung für Erwachsene basiert auf die aktuellen Richtlinien der ILCOR (International Liaison Commitee on Resuscitation) und wird technisch von dem Brunecker New media-Experten Bruno Mandolesi betreut.
Das Weiße Kreuz stellt diese Erste-Hilfe-Anwendungen aber freilich auch den vielen Nutzern anderer Handtelefone über seine Internetplattform www.erste-hilfe-plattform.info kostenlos auf Deutsch, Italienisch und Ladinisch zur Verfügung. Dort kann man alle Versionen ansehen und herunterladen – Eltern und alle Interessierten können somit kostenlos die Erste-Hilfe-Maßnahmen im digitalen Format kennen lernen und sich für einen Erste-Hilfe-Kurs entscheiden, um auch die Details zu erfahren. Bisher wurden diese Anwendungen rund 10.000 Mal heruntergeladen. „Die Handyanwendung ist eine nützliche Kurzinformation, ersetzt aber keinen Erste-Hilfe-Kurs“, so warnt Primar Georg Rammlmair, der Präsident des Landesrettungsvereins. -pp-